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Finanz-, Investment- und Kryptobetrug: Was können Betroffene tun?

Sie haben Geld an eine Investmentplattform überwiesen oder Kryptowährungen übertragen und können Ihr Guthaben nicht auszahlen lassen? Hinter professionell wirkenden Webseiten, persönlichen Beratern und angezeigten Gewinnen kann ein Betrug stehen. Häufig fordern die Betreiber vor einer angeblichen Auszahlung weitere Zahlungen für „Steuern“, „Gebühren“ oder eine „Freischaltung“.

Die Kanzlei Dr. Hartmann & Partner prüft Ihren Fall anhand der Zahlungen, der Kommunikation und der verfügbaren Angaben zu den Beteiligten. Wir erläutern Ihnen, welche Schritte jetzt sinnvoll sind und welche Möglichkeiten zur Durchsetzung von Ansprüchen tatsächlich bestehen.

 

Woran lässt sich ein möglicher Investmentbetrug erkennen?

Ein einzelnes Warnzeichen beweist noch keinen Betrug. Häufen sich jedoch folgende Umstände, sollten Sie keine weiteren Zahlungen leisten und den Sachverhalt prüfen lassen:

  • Ihnen werden hohe oder sichere Gewinne versprochen.

  • Ein angeblicher Berater drängt zu schnellen Einzahlungen.

  • Die Plattform zeigt Gewinne an, zahlt Ihr Guthaben aber nicht aus.

  • Vor einer Auszahlung sollen Sie zusätzliche Gebühren oder Steuern an einen unbekannten Empfänger überweisen.

  • Ansprechpartner wechseln plötzlich oder sind nicht mehr erreichbar.

  • Sie werden aufgefordert, Software für den Fernzugriff auf Ihr Gerät zu installieren.

  • Nach einem Verlust meldet sich jemand, der Ihr Geld gegen eine Vorauszahlung „zurückholen“ will.

Auch Empfehlungen über WhatsApp, Telegram, soziale Netzwerke oder vermeintliche Prominentenwerbung können Teil einer solchen Masche sein.

 

Was sollten Sie unmittelbar nach dem Betrugsverdacht tun?

Leisten Sie keine weiteren Zahlungen. Informieren Sie umgehend Ihre Bank, Ihren Zahlungsdienstleister oder die genutzte Kryptobörse über den Verdacht. Fragen Sie bei einer Überweisung, ob noch ein Rückruf oder andere Sicherungsmaßnahmen möglich sind.

Sichern Sie außerdem Beweise, bevor Webseiten oder Chatverläufe verschwinden. Dazu gehören Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Wallet-Adressen, Transaktionskennungen, E-Mails, Nachrichten, Telefonnummern, Screenshots der Plattform und Angaben zu Ihren Ansprechpartnern.

Hatten Dritte Fernzugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone, beenden Sie den Zugriff und lassen Sie Ihre Konten und Geräte sichern. Erstatten Sie Strafanzeige und bewahren Sie das Aktenzeichen auf.

 

Kann ich mein Geld nach einem Investmentbetrug zurückbekommen?

 

Das lässt sich erst nach Prüfung des Zahlungswegs beurteilen. Eine selbst freigegebene Überweisung wird nicht allein deshalb automatisch erstattet, weil sich die Geldanlage später als Betrug herausstellt. Ein nicht von Ihnen autorisierter Zahlungsvorgang ist rechtlich anders zu prüfen.

Wir sehen uns an, wann, an wen und über welchen Dienst Sie gezahlt haben. Anschließend prüfen wir, ob ein Zahlungsrückruf, Ansprüche gegen identifizierbare Beteiligte oder weitere rechtliche Schritte in Betracht kommen. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt von den Unterlagen und den Umständen des Einzelfalls ab.

 

Was gilt bei einem Kryptobetrug?

Bei Kryptowährungen sind die Wallet-Adresse und die Transaktionskennung wichtige Ausgangspunkte. Sie helfen, den dokumentierten Zahlungsvorgang nachzuvollziehen. Aus einer sichtbaren Transaktion folgt jedoch noch nicht, wer die empfangende Wallet tatsächlich kontrolliert oder ob die Kryptowerte zurückerlangt werden können.

Haben Sie zunächst Geld an eine reguläre Kryptobörse überwiesen und anschließend selbst Kryptowerte weitergeleitet, müssen beide Schritte getrennt geprüft werden. Teilen Sie der Börse den Betrugsverdacht möglichst früh mit und sichern Sie die vollständige Transaktionshistorie.

 

Verlorene Gelder aufspüren und zurückholen

Nach einem Investment- oder Kryptobetrug muss geprüft werden, wohin das Geld geflossen ist. Unsere Kooperationspartner analysieren Zahlungswege und Kryptotransaktionen, um Empfängerkonten, Wallets und beteiligte Plattformen zu identifizieren.

Werden Vermögenswerte gefunden, prüfen wir, welche Schritte zu ihrer Sicherung möglich sind. Eine Sperrung oder Beschlagnahme kann je nach Fall durch die zuständige Stelle oder den beteiligten Anbieter veranlasst werden. Anschließend begleiten wir die Prüfung von Ansprüchen und die Schritte zur Rückzahlung. Unser Ziel ist, möglichst viel von Ihrem verlorenen Geld zurückzuholen. Ob das gelingt und in welcher Höhe, hängt davon ab, wo sich die Gelder befinden und ob sie rechtlich gesichert werden können.

 

So prüfen wir Ihren Fall

Wir erstellen mit Ihnen eine zeitliche Übersicht: Wie kam der Kontakt zustande? Welche Beträge wurden wann gezahlt? Was wurde versprochen, und wann traten Probleme bei der Auszahlung auf?

Danach sichten wir die Zahlungsbelege, die Kommunikation und die Angaben zur Plattform. Auf dieser Grundlage besprechen wir mögliche Schritte gegenüber Zahlungsdienstleistern und identifizierbaren Beteiligten sowie die Verwendung Ihrer Unterlagen für eine Strafanzeige oder ein bereits laufendes Verfahren.

Eine Rückzahlung lässt sich nicht pauschal versprechen. Sie erhalten eine Einschätzung dazu, welche Ansatzpunkte Ihr konkreter Fall bietet und welche Informationen noch fehlen.

 

Jetzt Finanz- oder Kryptobetrug prüfen lassen

Schreiben Sie uns kurz, wie viel Geld Sie überwiesen oder an Kryptowerten übertragen haben, wann die letzte Zahlung erfolgte und ob Sie bereits versucht haben, sich Guthaben auszahlen zu lassen. Senden Sie nach Möglichkeit Zahlungsbelege, die Adresse der Plattform und vorhandene Nachrichten mit.

Wenn gerade eine weitere Zahlung verlangt wird oder Dritte Zugriff auf Ihre Konten haben, informieren Sie sofort Ihre Bank beziehungsweise die betroffene Plattform.

Telefon: (03301) 50 18 745
E-Mail: oranienburg@re-hartmann.de
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